KW 28 · 6.–12. Juli 2026 · 6. Juli 2026

Die Seite war plötzlich nur noch ein Werkzeug.

Woche 4 meines öffentlichen Experiments

Astro, Odoo und Design Lab wollen The Existonomist sichtbar machen. Gleichzeitig drängten mit Energy Owner, Betriebskatalyse und RiskMastery verschiedene Ventures nach vorne. Die Woche sagte: Bau die Bühne, aber verwechsel sie nicht mit dem Stück.

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1 · Erwartet

  • Die Existonomist-Webseite als mehrsprachiges Weeknote-Instrument bauen.
  • Designrichtung klären und Odoo als kaufmännische Schicht mitdenken.
  • Die Quellen- und Venture-Themen erst danach in Ruhe einarbeiten.

2 · Wirklichkeit

  • Am 8. Juli entstand mit Energy Owner Cockpit ein neues Venture mit einer konkreten Geschäftsidee inklusive Simulation und Unterlagen. Wir wollen Besitzern von Solar- und Heimspeicheranlagen eine komfortable App-Lösung für ihr Energiemanagement anbieten.
  • Am 9. Juli wurde die Existonomist-Seite gebaut: DE/EN/ES, Design Lab, Odoo-Integration, Build erfolgreich. Allerdings nur lokal. Wenn Du das hier liest, ist daraus inzwischen eine öffentliche Webseite geworden.
  • Betriebskatalyse, RiskMastery, ChatGPT-Kuration und Francois-Spuren zeigten, dass die Seite sofort echte Werkstattarbeit aufnehmen muss.

3 · Essay

01

Die Bühne stand schneller als erwartet

Am 9. Juli stand lokal die technische Seite: Astro, Mehrsprachigkeit, Design, Odoo-Brücke. Das war ein guter Schritt. Nur war es nicht der eigentliche Inhalt. Eine Bühne ist schön. Aber wenn man zu lange den Vorhang bügelt, merkt niemand, dass im Nebenraum schon gespielt wird. Und eine Bühne ist eben noch kein Stück.

02

Energy Owner war kein Nebenprojekt

Energy Owner kam als Smart-Battery-Idee herein und wurde in kurzer Zeit zu einem vollständigen Venture verdichtet: Markt, Wettbewerb, Pricing, Risiken, Szenarien. Auslöser war die Lektüre von Strom, dem aktuellen Buch von Tim Meyer. So zurückhaltend ich seine Empfehlungen in Sachen organisatorischer Lösungen sehe, so klar sind seine gesellschaftlichen und marktlichen Argumente für Strom. Zusammen nehmen Markus und Francois die Aufgabe an, sinnvollen Umgang mit Strom näher an Endverbraucher heranzubringen. Für The Existonomist ist daran interessant: Wie wird aus einer Idee ein mögliches Vorhaben, und wo kippt Begeisterung in Prüfpflicht?

03

Betriebskatalyse wurde konkret genug für Öffentlichkeit?

Die BK-Weiterentwicklung bekam eine neue HTML-Seite: Design of Experiment, 7 W-Fragen, Losverfahren, Freiwilligkeit. Das ist nicht mehr nur Theorie. Es ist der Versuch, Organisation so zu bauen, dass Betroffene, Entscheidungen und Verpflichtung nicht dekorativ behandelt werden. Auch das nur lokal. Denn es zeigte sich, dass die Vermittlung der BK sehr viel mehr ist als ihre Weiterentwicklung. Daraus entstand ein neues Projekt, über das hier noch einiges zu lesen sein wird.

04

Die Seite bekam ihren Auftrag

Am Ende der Woche war klar: The Existonomist will kein Statusdisplay meiner Tools werden. Die Seite soll zeigen, wie ich an Ventures, Regeln, Angeboten und Arbeitsformen arbeite. Ohne jemanden zu verraten, offen im Umgang mit meinen Quellen, aber nicht steril. Sonst bleibt sie hübsch und leer.

4 · Erkenntnisse

  1. Die Webseite ist Bühne und Stück. Da geht es um mehr als nur eine Hauptfigur.
  2. Energy Owner, RiskMastery und BK wollen wirtschaftliche Gestaltung als lebendige Arbeit zeigen, nicht als abstrakte Konzepte.
  3. Der Stil muss Partner- und Venture-Arbeit sichtbar machen, ohne zu viel Intimes von meinen Partnern preiszugeben.

Differenz

Erwartet war Webarchitektur. Tatsächlich bekam die Seite sofort ihren eigentlichen Auftrag: die Existonomisten-Werkstatt sichtbar machen und geschützt erzählen.

Ausblick

In KW29 muss das Format erwachsen werden: weniger Baustellenbericht, mehr gelebte Woche mit Personen, Entscheidungen und Grenzen.

Nächste Hypothese

The Existonomist funktioniert, wenn die Seite nicht erklärt, was ich baue, sondern zeigt, woran die Woche mich wirtschaftlich reiben ließ.