KW 29 · 13.–19. Juli 2026 · 13. Juli 2026

Eine Woche Concorde. Nur ohne Bordruhe.

Woche 5 meines öffentlichen Experiments

Der Kalender sah vergleichsweise harmlos aus. Ein geplanter Kundenkontakt, ein bisschen Raum für eigene Themen. Dann kamen Miro-Boards, Teledata-Spuren, Misthos, Tanja, Einsteuer, Buchquellen, Daily Notes und mein Körper, der nach zwei bis drei Stunden den Stecker zieht.

→ Zu den Inhalten

1 · Erwartet

  • Eine ruhigere Woche mit Zeit für Vault, Quellen und die Existonomist-Seite.
  • Die rückgebauten Wochen sprachlich ordnen und Medium sauber anschließen.
  • Nebenbei offene technische Pipelines stabilisieren.

2 · Wirklichkeit

  • Die Woche flog wie eine Concorde: kaum eingestiegen, schon angekommen. Verarbeitung musste später kommen.
  • Miro und OneDrive brachten echte Werkstattperlen hoch: Teledata, Momentum, RiskMastery, Misthos und Tanja.
  • Die Einsteuer kam über Tagesgeschehen zurück, während Körpergrenzen und Output-Falle dem Produktivitätsrausch die Kante zeigten.

3 · Essay

01

Der Kalender sagte: Chill

Auf dem Papier war diese Woche überschaubar. Genau eine dieser Wochen, in denen man glaubt, endlich die eigenen Themen sortieren zu können. Website glätten und veröffentlichen, Quellen sauber recherchieren, vielleicht etwas mehr Übersicht im Vault. Der Kalender sagte: Chill. Das Leben hatte ein anderes Drehbuch.

02

Dann kam das Sturmgewitter

Miro-Boards legten meine bestehenden Ventures auf den Tisch. OneDrive zog alte und neue Venture-Spuren nach. Spontane Gespräche rückten die Partnerschaften mit Tanja und Teledata in den Fokus. Plötzlich ging es nicht mehr um die Frage, ob die Seite online ist und funktioniert. Es ging darum, ob sie echte Arbeit tragen kann: Gespräche, Partner, Geschäftsmodelle, Selbstbewusstsein und zum Beispiel die Frage, wie Menschen in betriebskatalytischen Firmen wachsen und mehr Geld bekommen, ohne wieder in alte Karrierelogiken zurückzufallen.

03

Sichtbar, aber nicht nackt

Das ist der neue Veröffentlichungsmaßstab. Ich will meine Woche erzählen: mit wem ich gedacht habe, was passiert ist, was daran Existonomie ist. Aber nicht als Beichtstuhl. Kundennamen, Gesundheitsdetails, Familie, Zahlen und interne Geschäftslogik bleiben an der Tür, bis ich sie bewusst freigebe. Die wirtschaftlichen Fragen dürfen trotzdem nicht verschwinden. Sonst zeigt The Existonomist die Werkbank frisch gewischt und versteckt das Werkstück. Ich will hier meine Lebensart als Existonomist zeigen. Ich will andere anstupsen, in dieselbe Richtung zu schauen und vielleicht sogar zu gehen. Doch ich bin kein Exhibitionist. Also wird es auf die Balance ankommen, das zu erzählen, was wert ist gesagt zu werden, ohne Nabelschau zu betreiben.

04

Wenn die Physis bockt

Neben der gedanklichen Concorde sitzt mein Körper im Kontrollturm und zieht nach zwei bis drei Stunden den Strom. Will ich mehr, zahle ich mit Migräne oder einem ganzen Pausentag. Das klingt unpraktisch. Ist es auch. Aber es ist auch existonomisch: Wirtschaft kann nicht mehr mit einem stündlichen Leistungsnachweis beginnen. Ich stelle mir vielmehr die Frage: Welche Existenz kann Arbeit ohne Zeitbezug tragen?

05

Output-Falle und Outcome-Risiko

Der Extended-Mind-Ansatz bleibt verführerisch. Noch ein Dashboard, noch eine Pipeline, noch ein besserer Import. Doch ist das nur ein weiteres Rabbit Hole, um mich ausführlicher mit mir selbst zu beschäftigen? Die Frage für mich, The Existonomist, lautet deshalb nicht: Wie viel habe ich gebaut? Sondern: Was davon verändert die Art, was und wie ich beitrage?

4 · Erkenntnisse

  1. Die Weeknotes hier brauchen mehr als Technikstatus allein. Sie brauchen Kalenderbezug, Inhalte und Reflexion.
  2. Wirtschaftliche Arbeit darf anonymisiert sichtbar werden: Misthos, Einsteuer, BK, Ventures, Partnerarbeit.
  3. Der Körper ist kein Störfaktor der Produktivität. Er ist Teil der existonomischen Lage.

Differenz

Erwartet war eine ruhige Woche mit Raum für eigene Themen. Heraus kam eine Achterbahnfahrt durch Kundenthemen, Quellenarbeit, Produktivitätsjagd, Steuererklärung und die Frage, wo Output in Outcome kippt und wo er nur seinen Selbstzweck ausfüllt.

Ausblick

Als Nächstes bekommt The Existonomist eine neue Quellenlogik: Kalender, Gespräche und Inhalte liefern den Wochenkörper; die Reflexion entscheidet, was davon öffentlich atmen darf.

Nächste Hypothese

The Existonomist wird glaubwürdig, wenn echte wirtschaftliche Arbeit sichtbar wird und trotzdem klar bleibt, was privat, geschützt oder noch unreif ist.